The Customer Funded Business: John Mullins
Wie sind Sie auf das Buch aufmerksam geworden?
Dieses Buch fand im letzten Studienjahr den Weg auf meinen Tisch. Zu dieser Zeit schrieb ich meine Dissertation über die Anwendung von Kundenfinanzierung durch Schweizer Start-ups. Es war also ein Thema, das mir damals sehr am Herzen lag und es auch heute noch tut.
Worum geht es in dem Buch?
Dieses Buch von John Mullins, außerordentlicher Professor für Managementpraxis in Marketing und Unternehmertum an der London Business School, ist im Wesentlichen ein Anstoß zu erkennen, dass für Gründer Eigenkapitalinvestoren nicht der einzige Weg zum Geschäftserfolg sind.
Der Autor weist darauf hin, dass zu viele Gründer kleiner Unternehmen ausgefeilte Businesspläne entwickeln, Pitch-Decks wälzen und generell Zeit und Fokus auf die Suche nach externer Finanzierung verwenden, anstatt ihre Geschäftsideen zu entwickeln, deren Validierung zu suchen und dann ihr Unternehmen mit Kunden und Kundenfinanzierung wachsen zu lassen.
Was ist Ihr Lieblingszitat oder Ihre Lieblingsstelle aus dem Buch?
Bei erfolgreichen unternehmerischen Vorhaben geht es darum, Kunden und ihre Bedürfnisse zu bedienen und ihre Probleme zu lösen. Nicht irgendwelche Kunden. Zielkunden.
Was sind Ihre drei wichtigsten Erkenntnisse?
Kapitalbeschaffung ist eine Ablenkung: Gründer widmen oft bis zu der Hälfte ihrer Zeit und enorme Mengen ihrer kreativen Energie dem Versuch, externes Kapital zu beschaffen. Wenn Sie Ihre Zeit und Energie für die Kapitalbeschaffung aufwenden, verbringen Sie keine Zeit mit Ihren Kunden. Das bedeutet letztlich, dass Sie Geld für etwas sammeln, von dem Sie keinen Grund zu der Annahme haben, dass es erfolgreich sein wird.
Geld ist Geld, aber nicht jedes Geld ist gleich: Das beste Geld kommt von Kunden, nicht von Investoren, denn der Verkauf Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung liefert wertvolles Feedback und das nötige Bargeld, um Anpassungen vorzunehmen und das Angebot zu verfeinern.
Es ist üblicher, als Sie denken: Airbnb zum Beispiel. Es stimmt zwar, dass Airbnb über 120 Millionen Dollar an Risikokapital aufgenommen hat, aber das Geschäftsmodell ist so strukturiert, dass Vorauszahlungen von Kunden helfen, das Wachstum zu finanzieren, wodurch Airbnb weniger von früher externer Finanzierung abhängig ist als viele andere Start-ups.